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Isaacs Augen (work in progress)
Die Geometrie einer Lücke 2025/26
Writer in Residence:
Aufenthaltsstipendium, Franz-Edelmaier-Residenz für Literatur und Menschenrechte, Meran (2026)
Ein Name auf einem vergilbten Brief, eine lebenslange Leerstelle und das leuchtende Blau seiner Augen, das sich über Generationen vererbt: Isaacs Augen.
Ein Roman zwischen Geschichte und Fiktion über meinen unbekannten jüdischen Großvater: Von Bulgarien über Paris bis zur Zwangssarbeit in Thüringen, wo er als Gefangener in Ruhla interniert war und ihn eine geheime Liebe mit meiner Großmutter verband. Seine Gefangenschaft in Thüringen bildet das Zentrum des Romans. Erzählt werden auch die Folgen dieser verbotenen Verbindung - für ihren Sohn, meinen Vater, und für mich, die Enkelin. Aus Erinnerung, Recherche und Imagination entsteht eine Geschichte über Herkunft, Schweigen und die Spuren, die über Generationen wirken.

Eine Frau namens Tantalos (work in progress)
Gegenwartsroman 2026
Die Kunst, sich zu verfehlen
Runa, Mitte fünfzig, verlässt nach sechzehn Jahren ihren Partner. Nicht wütend, nicht erleichtert – sie ist einfach fertig.
Sie versucht, sich über neue Begegnungen ins Leben zurückzuholen. Doch was folgt, ist kein Aufbruch in die Freiheit, sondern ein Muster aus Hoffnung, Projektion und Enttäuschung. Runa begehrt das Leben, aber sobald sie danach greift, weicht es zurück. Nähe, Bestätigung, Freiheit – alles scheint für einen Moment erreichbar und entzieht sich dann wieder.
Runa sucht Rettungsanker. In Männern, in Begegnungen, in der Hoffnung, dass jemand anderes ihr sagt, wer sie ist. Doch je heftiger sie greift, desto deutlicher wird, dass nichts davon trägt. Bis sie an einen Punkt kommt, an dem keine Begegnung mehr hilft und sie sich zum ersten Mal selbst aushalten muss.
Eine Frau namens Tantalos erzählt von Sehnsucht, Wiederholung und Selbsttäuschung. Von einer Frau, die aufhören muss, sich im Blick der anderen zu suchen, um sich selbst wiederzufinden.