Runa, Mitte fünfzig, verlässt nach sechzehn Jahren ihren Partner. Nicht wütend, nicht erleichtert – sie ist einfach fertig.
Sie versucht, sich über neue Begegnungen ins Leben zurückzuholen. Doch was folgt, ist kein Aufbruch in die Freiheit, sondern ein Muster aus Hoffnung, Projektion und Enttäuschung. Runa begehrt das Leben, aber sobald sie danach greift, weicht es zurück. Nähe, Bestätigung, Freiheit – alles scheint für einen Moment erreichbar und entzieht sich dann wieder.
Runa sucht Rettungsanker. In Männern, in Begegnungen, in der Hoffnung, dass jemand anderes ihr sagt, wer sie ist. Doch je heftiger sie greift, desto deutlicher wird, dass nichts davon trägt. Bis sie an einen Punkt kommt, an dem keine Begegnung mehr hilft und sie sich zum ersten Mal selbst aushalten muss.
Eine Frau namens Tantalos erzählt von Sehnsucht, Wiederholung und Selbsttäuschung. Von einer Frau, die aufhören muss, sich im Blick der anderen zu suchen, um sich selbst wiederzufinden.